| Seit Anfang des Jahres führen wir Interviews mit pflegenden An- und Zugehörigen sowie Mitarbeitenden aus dem Unterstützungssystem zu der Frage durch, ob ein bezirkliches Vertretungsorgan für pflegende An- und Zugehörige sinnvoll wäre und wenn ja, wie dieses organisatorisch aufgebaut sein könnte. Wir haben bereits unterschiedliche Stimmen gesammelt. Was denken Sie? Nein, weil... Pflege steht politisch im Abseits und es wird viele Jahre problematisch sein. Die Grundstruktur der Pflege ist nicht tragfähig und keiner kennt die Lösung. Es gibt zu wenig Geld und zu wenig Leute. Als Politiker ist mit dem Thema nichts zu gewinnen. Gleichzeitig haben wir viele Leute, die daran arbeiten, dass es besser wird. Unterm Strich: Unter schwierigen Bedingungen läuft es gut. Daher brauchen wir keine bezirkliche Vertretung. Ja, weil... Im Moment stehen wir vor einem Scheideweg: Wir brauchen jetzt Mitsprachemöglichkeiten in Anbetracht der prognostizierten Entwicklungen in den nächsten 10 Jahren. Es ist jedenfalls im Zuge der Umsetzung des Landespflegeplans ein guter Moment, um über so etwas nachzudenken. Und bezirklich könnte schon viel bewegt werden: z.B. wenn die Bezirksämter die ortsansässigen Krankenhäuser dazu verpflichten würden, pflegende Angehörige in den Entlassungsprozess einzubinden. Wenn Sie das Thema auch interessiert, freuen wir uns, wenn wir Sie zu dem Thema interviewen dürfen. Das Interview dauert maximal 40 Minuten und kann telefonisch, bei Ihnen vor Ort, an einem neutralen Treffpunkt, auf dem Weg zur Arbeit oder per Video-Konferenz durchgeführt werden. In den Austausch können wir auch am Sa., 20.9. bei der Veranstaltung "Das soziale Spandau" auf dem Marktplatz in der Altstadt kommen. Wir freuen uns sehr über Ihre Teilnahme! |